Städtewahl - gebt kleinen Städten eine Chance!

10.03.2022 - von Franzi


Die meisten haben beim Gedanken an ihr Auslandssemester bereits vor der Bewerbung klare Vorstellungen im Kopf; in einer fremden Metropole neue Kulturen kennenlernen und wie ein Einheimischer leben scheint der Traum vieler Exchange Students zu sein. Doch nicht nur Städte wie Paris, Barcelona oder London können den Auslandsaufenthalt zu einem einzigartigen Erlebnis machen.


In diesem Beitrag stelle ich Euch die Vorteile vor, die das Leben in weniger bekannten Partnerstädten euch bieten können. Ich selbst habe mein Auslandssemester im Sommer 2020 an der Universidad de Burgos im nördlichen spanischen Inland absolviert und hatte trotz mangelnder direkter Strandanbindung und nur knapp 100.000 Einwohnern eine unvergessliche Zeit.


Disclaimer

Bevor ihr jetzt schon mit dem Lesen aufhört, weil euch das Großstadtleben anzieht, lasst euch zunächst sagen, dass nahezu alle Erasmus-Partnerstädte urbane, mindestens mittelständige Universitätsstädte sind, sodass man keine Angst haben muss, dass Langeweile aufkommen könnte. Für Freizeitaktivitäten, Bar und Clubs ist aufgrund der Studentenszene auch gesorgt.


Planung und Bewerbung

Die Vorteile können schon bei der Planung deines Auslandsaufenthaltes beginnen, da die kleineren Städte oft in den Hintergrund rücken und dadurch weniger Bewerber auf den jeweiligen Platz kommen. So ist die Chance auf einen Erasmusplatz schon bei deiner Bewerbung höher.


Finanzielles

Ein wichtiger Faktor für viele Studierende ist der finanzielle Aspekt. Auch hier haben kleinere Städte die Nase etwas weiter vorn. Ein Zimmer in einer WG gibt es oft schon „all inclusive“ für 150-250€ monatlich und auch Lebensmittel, Restaurants oder Freizeitaktivitäten sowie Clubs können in weniger beliebten Regionen durchaus günstiger sein. Das gibt dir die Möglichkeit deine Freizeit optimal zu nutzen und deinen Auslandsaufenthalt mit deinen neuen Freunden zu genießen.


Kontakte knüpfen

Durch die Einführungsveranstaltungen hast du direkt zu Beginn deines Auslandssemesters die Chance, alle anderen International Students sofort kennenzulernen. In deinen Kursen lernst du im Regelfall auch alle einheimischen Studierenden schnell kennen und kannst dir so neue Kontakte oder auch Lerngruppen aufbauen. Zusätzlich sind viele Professor:innen und Dozent:innen an die kleineren Kurse gewohnt und stehen gerade internationalen Studierenden gerne zur Seite, um sie im Studium zu unterstützen.


Fortbewegung und Reisen

Zur Uni kommst du im Optimalfall durch die geringere Stadtfläche auch bequem zu Fuß, mit dem Rad oder mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Solltest du während deines Aufenthalts Lust haben andere Metropolen zu erkunden, so bieten sich häufig Wochenenden, Feiertage oder Oster- und Weihnachtsferien an. Das gesparte Geld von Miete, Lebensmitteln und Freizeit kannst du für Bus und Hostel oder Mietwagen und Airbnb in der nächstgrößeren Stadt ausgeben und mit deinen neuen Freunden das ganze Land erkunden.


Sprache

Im Bezug auf das Erlernen der Landessprache können kleine Städte ebenfalls hilfreich sein, da diese weniger internationalisiert sind und häufig die Amtssprache statt Englisch gesprochen wird. So bist du im Alltag gezwungen etwas aus dir rauszubekommen und lernst mindestens die wesentlichen Begriffe für Zahlungen im Supermarkt oder Restaurant in der Landessprache.


Authentizität

Zu guter Letzt lässt sich noch hinzufügen, dass du in kleineren Städten den landetypischeren, authentischeren Lebensstil erfahren und wirklich wie die Einheimischen leben kannst. Je weniger touristisch geprägt die Region, in der du dein Auslandssemster absolvierst, desto eher kannst du dich der Kultur und der Lebensweise annähern und Erfahrungen sammeln, die dir als Reisende:r vorenthalten bleiben.



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