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Erasmus-Freundschaften: Die Zeit danach.

15.08.2023 - Von Luca


Erasmus-Semester, das bedeutet neben dem Studium an einer ausländischen Universität, das Eintauchen in ein neues Lebensumfeld und das Einnorden eures sozialen Kompasses. Ausgenommen des Falles, dass ihr mit Freunden aus der Heimat zusammen die Reise antretet, steht ihr erstmal allein dar. Das kann gerade für Personen, die zum ersten Mal im Ausland sind, ein großes Hindernis sein. Lasst euch aber gesagt sein, dass für mich und viele andere im Erasmus-Auslandsaufenthalt Einsamkeit kein Problem war. Durch die vielen Angebote der Unis, die Nähe im Wohnraum und letztendlich die Tatsache, dass sich jede Person in der gleichen Situation befindet, lernt man sehr schnell Leute kennen und freundet sich an. In diesem Beitrag soll es darum gehen, wie man sich diese Freundschaften im Nachgang bewahrt und wie meine Erfahrungen damit sind.




Ich habe mein Erasmus-Semester 2021/22 in Chester, England verbracht und dabei Freunde aus den unterschiedlichsten Ecken Europas gefunden, mit denen ich heute noch im Kontakt steht und die ich regelmäßig besuche. Leider verhält es sich bei Freundschaften im Ausland etwas wie mit allem im Leben: „out of sight – out of mind“. Deshalb ist es umso wichtiger, Freundschaften aktiv und bewusst zu pflegen. Man muss sich daran erinnern, dass man sich nicht zufällig wiedersehen wird, wie es vielleicht bei Freunden aus der Heimat der Fall ist. Aus meiner Erfahrung und natürlich auf meine Freunde bezogen verhält es sich so, dass die Verbindungen so gut sind, dass man nicht jeden Tag miteinander schreiben muss, um die viel-gefürchtete Entfremdung zu vermeiden. Bei jedem Wiedersehen ist es, als lief man gerade erst zusammen durch Chester oder treffe sich zufällig im Korridor des Wohnheims. Dafür bin ich sehr dankbar. Mit meinen deutschen Erasmus-Freunden treffe ich mich drei bis vier Mal pro Jahr – jedes Mal bei jemand anderem zuhause. So waren unsere Treffen bisher in Braunschweig, an der Mosel nahe Cochem und in Essen. Es tut jedes Mal gut, ein paar Tage mit ihnen zu verbringen und die Heimat der anderen zu erkunden. Ob ein Zweit-Liga Spiel der Braunschweiger Eintracht, eine Verkostung des köstlichen Mosel-Weins oder ein Besuch der Essener Zeche Zollverein – es macht immer Spaß Neues zu erleben mit guten Freunden. Zwei Freunde aus Spanien haben mich auch bereits besucht und mein Besuch in Murcia ist bereits geplant. Es war sehr unterhaltsam, den beiden in Essen herumzuführen und die Lokal-Kultur zu zeigen. Besonders gefreut haben sich die beiden über den Döner hier – von dem man im Ausland wohl sehr viel hört. Auch nach Chester habe ich noch Kontakt und ein Freund hat mich bereits besucht – auch hier steht ein Besuch meinerseits an. Ich bin sehr gespannt darauf, wie der Besuch meines alten Wohnorts auf mich wirken wird und welche Erinnerungen hochkommen. Ich freue mich bereits darauf, mit meinem Freund vor Ort surfen zu gehen und die Nationalparks in Wales zu bereisen.


Was ich euch mit auf den Weg geben möchte: Kümmert euch aktiv um eure Freundschaften nach dem Erasmus-Aufenthalt. Plant regelmäßig Besuche oder falls nicht möglich, trefft euch online per Videocall. Internationale Freundschaften sind ungemein gewinnbringend und ermöglichen euch schöne und aufregende Erfahrungen.


Bei Fragen an Luca meldet euch per DM @ude.auslandslotsen oder per Mail an auslandslotsen@uni-due.de






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