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Paris on a Budget


03.02.2023 – von Fabienne




Jeder weiß, dass Paris eine teure Stadt ist, dass das aber auch anders geht, werde ich euch mit diesem Eintrag zeigen. Ich helfe euch mit Spar- und Ausgehtipps, in der teuren Metropole Geld zu sparen.

Als erstes könnt ihr bei eurem Wocheneinkauf Geld sparen, Lebensmittel sind im Schnitt teurer als in Deutschland (durch die hohe Inflation in Deutschland und die vergleichsweise niedrige Inflation in Frankreich, hat sich dieses Phänomen ein bisschen ausgeglichen). Dennoch kann man beim Einkaufen Geld sparen, indem man Läden der Ketten Mono Prix oder Franprix eher meidet. Auch wenn die großen Mono Prix-Läden einen Besuch wert sind, zählen sie doch zu den teureren Supermärkten. Man sollte lieber nach günstigeren Ketten wie Auchan, Leclerc oder Carrefour (die roten, nicht die grünen) Ausschau halten und wer weiß, vielleicht findet man bei sich in der Nähe ja auch einen Lidl (in Paris gibt es im Vergleich zu anderen Ketten deutlich weniger Lidl-Standorte, aber ihre Zahl steigt).



Auch beim Shopping könnt ihr Geld sparen, wenn ihr zu den gesetzlich geregelten Schlussverkäufen einkauft. Zweimal im Jahr werden Artikel jeweils für vier Wochen unter dem regulären Verkaufspreis angeboten, dieser Zeitraum heißt soldes. Der Winterschlussverkauf beginnt meist um Januar und der Sommerschlussverkauf meist im Juni, die Anfangstage werden für ganz Frankreich festgelegt und können im Internet gefunden werden.


Zum Ausgehen empfiehlt es sich, sich eine Bar zu suchen, die möglichst lange eine Happy Hour anbietet. Nicht selten findet man Bars, in denen die vergünstigten Preise nur von 12h bis 16h angeboten werden und abends kann der Cocktail dann schon mal teuer werden. Wenn man aber ein bisschen sucht, kann man Bars finden, die eine längere Happy Hour anbieten, so beispielsweise auch „Le Nouvel Institut“ (Happy Hour von 16h bis 2h). Beim Ausgehen kann man auch sparen, wenn man kein teures Mineralwasser bestellt, sondern einfach nach einer carafe d’eau fragt, dann wird einem eine Flasche/Karaffe kostenloses Leitungswasser gebracht und man kann sein Geld lieber in einen Cocktail oder einen Wein stecken.

Günstig Pizza essen in angesagtem Ambiente geht in der Brooklyn Pizzeria oder im The little Italy (gehören beide zur selben Kette). Dort bekommt man eine leckere Margherita für unter 10€ oder Nudeln mit Butter für 5€. Es ist empfehlenswert vor 19h am Restaurant zu sein, da die Franzosen relativ spät zu Abend essen und man nach 19h gut und gerne mal in der Schlange steht und auf einen Tisch wartet.

Aber auch beim Mittagessen kann man sparen. Entweder kann man in die Mensen der Universitäten gehen und sich etwas holen oder man schaut außerhalb der Unis, ob man ein Restaurant findet, das formules als Menüs anbietet. So ist zum Beispiel die Rue Mouffetard nur 15 Gehminuten vom Hauptcampus der Sorbonne im Quartier Latin entfernt. Dort findet man viele kleine Restaurants, die mittags vergünstigte Menüs für Studenten anbieten.

Am Wochenende bietet es sich an, die kulturellen Angebote der französischen Hauptstadt zu nutzen. Alle staatlichen Museen, also auch der Louvre oder das Musée d’Orsay sind für EU-Bürger*Innen unter 26 Jahren kostenlos, man muss lediglich seinen Ausweis vorzeigen. Daneben kann man aber in nicht-staatlichen Museen oder Kinos auch mit seinem Studentenausweis sparen. Für Theaterfans empfiehlt es sich Montagsabends die Comédie française zu besuchen, dort werden eine Stunde vor Vorstellungsbeginn eine kleine Menge an Karten an unter 28-jährige ausgegeben (mehr Infos unter: https://www.comedie-francaise.fr/fr/28-ans#). Es sind zwar nicht die besten Plätze und wenn man mit seinen Freunden kommt, besteht die Chance, dass man nicht zusammen sitzt, aber man hat kostenlos ein Theaterstück gesehen.

Da in Paris wohnen vielen zu teuer ist, kann man auch gut außerhalb etwas finden und selbst von dort kommt man hervorragend mit den öffentlichen Verkehrsmitteln nach Paris. Die Monatskarte heißt Navigo und kostet unter 60€ im Monat. Wem das aber zu teuer ist (mit der Karte kann man fast die ganze Region Ile-de-France erreichen), der kann sich in Paris ganz einfach Fahrräder mieten. Bei dem Dienst vélib ist dies für Studenten sehr günstig. Die Monatskarte gibt es aber auch als sechsmonats-Karte für Schüler und Studenten (Achtung: Wenn ihr nur drei oder vier Monate in Paris seid, ist es günstiger sich jeden Monat eine Karte zu besorgen als die für ein halbes Jahr. Dieses Modell lohnt sich erst ab einem Aufenthalt von fünf Monaten).



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