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Umeå mit dem Nachtzug: Tipps und Gedanken zum Erasmus GreenTravel

09.07.2025 - von Tristan


Die Frage der An- und Rückreise sowie dem dafür passenden Transportmittel ist für einen Auslandsaufenthalt eine besonders wichtige, gerade wenn es etwas weiter weggeht. Ich habe mich für meinen Aufenthalt in Umeå für die Reise mit dem Zug und somit für die GreenTravel-Variante (also Reise ohne Auto oder Flugzeug) entschieden. Für mich stand dabei zunächst vor allem die Schonung des Klimas im Vordergrund, ich habe auf diesen Reisen jedoch einige Erfahrungen gemacht, die man so in einem Auto oder Flugzeug nicht machen würde und die ich euch zusammen mit ein paar nützlichen Tipps hier näherbringen möchte.

Der Bahnhof Stockholm
Der Bahnhof Stockholm

Zunächst mal ein paar grundsätzliche Überlegungen zu der Frage „Warum GreenTravel?“. Zum einen ist es natürlich deutlich besser für die Umwelt, aber auch die Reisekostenpauschale der ERASMUS-Förderungen ist höher als bei einer Reise mit dem Auto oder dem Flugzeug. Ich habe aber auch zusätzlich noch die Erfahrung gemacht, dass man in Nachtzügen ganz gerne mal mit anderen Studenten und Reisende ins Gespräch kommt, sodass man hier ohne weiteres die ein oder andere interessante Geschichte zu hören, ein gutes Buch/Film/Serie empfohlen oder Tipps und Tricks für den eigenen Aufenthalt bekommt. So ein Erlebnis hilft dann nicht nur in praktischer Hinsicht, sondern vermittelt auch ein ganz anderes Gefühl von Reisen, als es mit dem Auto oder Flugzeug der Fall ist. Generell vermittelt das alleine Reisen mit dem Zug ein Gefühl, das nur schwer zu beschreiben ist und irgendwo zwischen Entschleunigung und Reflektion einerseits und vielen neuen Eindrücken und Aufregung andererseits steht.


Nun aber zu der wichtigsten Frage: Welche Verbindungen sollte man nehmen? Ich würde die Verbindung mit dem Nachtzug empfehlen. Dieser Fährt zwischen Stockholm und Berlin und hat in Deutschland Halte in Berlin und Hamburg. Ich bin somit zunächst mit dem ICE nach Hamburg gefahren und dort dann in den Nachtzug gestiegen. Von Stockholm ging es dann mit der schwedischen Version eines ICEs nach Umeå. Für den Rückweg habe ich mich für dieselbe Verbindungen entschieden. Inklusive der Umstiege kann man für die Reise ca. 30 Stunden planen. Das ist natürlich eine lange Fahrt, also nehmt euch am besten ein gutes Buch im Handgepäck mit und ladet schonmal ein paar Podcastfolgen herunter.


Nun zu ein paar Tipps bezüglich dieser Zugverbindung, wobei ich die meisten dieser Tipps auf alle Reisen mit dem Zug beziehen würde. Erstens, plant die Umstiegszeiten lieber etwas großzügiger und bucht nicht die erste Anschlussverbindung, die euch angezeigt wird, sondern eine später. Das Ganze macht die Reise dann Stockholmer Altstadt sehr viel entspannter, allein schon, weil es durchaus mal vorkommt, dass der Nachtzug (und natürlich auch die gute alte Deutsche Bahn) ein bis zwei Stunden Verspätung mit sich bringt. Für Gepäck gibt es am Stockholm Bahnhof auch Spinde, in denen ihr euer Gepäck lassen und während der Wartezeit die Stadt erkunden könnt. Diese Spinde sind allerdings sehr teuer, weswegen es sich je nach länge der Wartezeit vielleicht auch anbietet, zunächst doch erst mit Gepäck im Bahnhof zu bleiben und dort etwas zu essen oder ein Buch zu lesen. Zweitens, in den Nachtzügen gibt es Frauen, Männer und gemischte Abteile, beachtet bei der Buchung welches ihr ausgewählt habt. Mein absoluter wichtigster Tipp für die Reise mit dem Nachtzug sind jedoch Ohropax. Und zwar die richtig guten aus Wachs. Das macht das Schlafen im Zug sehr viel angenehmer und einfacher und man bekommt sie in eigentlich jeder Apotheke.


Falls ihr also überlegt die Reise ins Ausland mit dem Zug auf euch zunehmen und noch unentschlossen seid, dann sei euch gesagt: Ja, macht es! Denn die Umwelt zu schonen ist an sich schon unbezahlbar und auch wenn euer Ziel nicht gerade um die Ecke ist, geht die Zeit im Zug doch meist schneller vorbei als man denkt. Zudem ist es einfach ein besonderes Gefühl eine solche Zugreise allein auf sich zu nehmen.

 
 
 

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