Was mich an der Kultur in England am meisten inspiriert hat.
- Auslandslots*innen

- vor 7 Tagen
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02.01.26 - von Bleta

Wenn ich zuvor an England dachte, kamen mir oft die Bilder aus dem Green-Line Buch
meiner Schulzeit in den Sinn. Total stereotypisch schwebten mir rote Busse, Telefonzellen und der Big Ben vor Augen. Nach meinem dreimonatigen Erasmus- Aufenthalt in London, hat sich mein Bild von England jedoch grundlegend verändert. Natürlich findest du all diese klassischen und typischen Symbole in London, und es ist bestimmt ein Highlight, vor einer roten Telefonzelle am Big Ben ein Foto zu machen. Doch England und insbesondere London, bietet so viel mehr, als man es sich vorstellen kann.
Während meines Aufenthalts hatte ich die Gelegenheit, einige der beeindruckenden historischen Gebäude zu erkunden. Westminster Abbey beeindruckt vor allem durch ihre gotische Architektur, die das historische Zentrum Londons prägt. Der Bau dient seit Jahrhunderten als Krönungsort britischer Monarch*innen und ist die letzte Ruhestätte zahlreicher bedeutender Persönlichkeiten. Auch das British Museum war ein absolutes Highlight. Die riesige Sammlung von Kunstwerken und Artefakten aus aller Welt hat mir die Vielfalt und den Reichtum menschlicher Geschichte nähergebracht. Während unseres Literaturseminars machten wir einen Ausflug zum Globe Theatre und schlenderten anschließend durch London. Der Besuch des Theaters war ein weiteres unvergessliches Erlebnis. Dort tauchten wir in Shakespeares Welt ein und spürten die Atmosphäre eines Theaters, das eng mit der literarischen Geschichte Englands verknüpft ist. Nur wenige Minuten weiter liegt der Borough Market, wo ihr die besten Schoko-Erdbeeren der Stadt probieren könnt, ein süßer Abschluss eines kulturell reichen Tages.
Etwas was an England und vor allem an London beeindruckend ist, ist die lebendige Mischung aus Tradition und Moderne, die die Stadt prägt. In den Straßen Londons begegnet man nicht nur Geschichte, sondern auch einem pulsierenden Leben. Die verschiedenen Stadtteile, von den vielfältigen Cafés in Shoreditch bis zu den eleganten Boutiquen in Notting Hill, zeigen die Vielfalt der Kulturen und Lebensstile, die London zu bieten hat. Beispielsweise liegt die Tate Modern direkt an der Themse und ist das zentrale Museum für zeitgenössische Kunst in London. Hier kann man, je nach aktuellem Ausstellungsplan, große Installationen, Video-Works und interaktive Kunstprojekte erleben. Was das Coole dabei ist, ist auch hier der Zutritt kostenlos, wie bei den meisten Museen in London. Auf der 10-Meter-Terrasse über der River Globe-Galerie hat man einen weiten Blick über die Stadt und kann das Museumskonzept von Industrie- zu Kunst-Raum noch einmal aus der Ferne nachvollziehen. Nur ein kurzer Spaziergang die Themse hinunter führt zum Sky Garden in der 20 Fenchurch Street. Der öffentliche Garten befindet sich auf den obersten drei Etagen des Gebäudes und bietet eine spektakuläre Panoramaaussicht über die Skyline Londons, von der St. Paul’s Cathedral bis zur Tower Bridge. Dort kann man durch die Grünfl.chen wandern oder in den hängenden Pflanzenbeeten entspannen. Wenn du in London bist und das Wetter schon ein bisschen frostig ist, lohnt sich auch ein Abstecher ins Winter Wonderland im Hyde Park. Dort gibt es eine große Eisfläche zum Schlittschuhlaufen, einen leichten Rodelhang und Fahrgeschäfte, die für etwas Action sorgen. An mehreren Ständen wird köstliche heiße Schokolade verkauft, perfekt, um sich nach einer Runde auf dem Eis aufzuwärmen. Der Markt bietet handgemachte Geschenke, Schmuck und weihnachtliche Snacks, alles in einer lockeren und stimmigen Atmosphäre.
Insgesamt hat mein Erasmus-Aufenthalt in London meine Sicht auf England und seine Kultur nachhaltig geprägt. Ich habe gelernt, dass hinter den Klischees eine vielschichtige Welt steckt, die es zu entdecken gilt. England ist nicht nur ein Land der roten Busse und Telefonzellen, es ist ein Ort voller Geschichte, Kreativität und inspirierender Menschen.




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